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Warum Hunde nicht nur sicher oder unsicher sind


Diese Frage bekomme ich oft.

Und vielleicht stellst du sie dir über deinen eigenen Hund auch.


👉 Die ehrliche Antwort:

Beides – je nach Kontext.

Und das ist völlig normal.



Bifi ist kein „entweder oder“



Bifi ist emotional sicher in Beziehungen.

Sie sucht Nähe.

Sie vertraut.

Sie kann sich anlehnen.


Und gleichzeitig gibt es Situationen, in denen sie unsicher wird.

Draußen.

In unübersichtlichen Momenten.

Wenn zu viel gleichzeitig passiert.

Wenn Wahrnehmung plötzlich nicht mehr zuverlässig ist.


Das macht sie nicht krank.

Nicht problematisch.

Nicht „schwierig“.


Es macht sie sensibel.



Wenn sich die Welt verändert



Bei Bifi verändert sich gerade etwas Grundlegendes:

ihr Sehen, ihre Wahrnehmung, ihre Orientierung.


Unsicherheit entsteht hier nicht aus Angst,

sondern aus dem ehrlichen Spüren:

„Ich kann das gerade nicht gut einschätzen.“


Und genau so geht es vielen Hunden.

Nicht nur blinden.

Nicht traumatisierten.

Nicht „auffälligen“.


Sondern Hunden, die fühlen.



Warum die Schubladen nicht helfen



In der Theorie wird Hundeverhalten oft vereinfacht:


  • „unsicherer Hund“

  • „sicherer Hund“



Das klingt klar.

Ist aber selten wahr.


👉 Hunde sind dynamisch.


Ein Hund kann emotional sicher gebunden sein

und trotzdem situativ unsicher reagieren.

Er kann vertrauen – und dennoch Unterstützung brauchen.


Das eine schließt das andere nicht aus.



Sicherheit heißt nicht: immer souverän



Bifi ist kein Angsthund.

Und vielleicht ist dein Hund das auch nicht.


Vielleicht ist dein Hund:


  • sensibel

  • schnell reizüberflutet

  • aufmerksamer als andere

  • schneller aus dem Gleichgewicht



Und trotzdem:


  • bindungsfähig

  • lernbereit

  • regulierbar

  • sozial



Sicherheit bedeutet nicht, alles wegzustecken.

Sicherheit bedeutet, sich wieder einpendeln zu können –

allein oder mit Hilfe.



Was unsichere sichere Hunde wirklich brauchen



Bifi braucht keine Schublade.

Und dein Hund wahrscheinlich auch nicht.


Was sie brauchen, ist:


  • Verständnis

  • Kontext

  • jemanden, der mitdenkt

  • jemanden, der nicht bewertet, sondern begleitet



Denn Unsicherheit ist kein Defizit.

Sie ist Information.


Und wenn wir lernen, sie so zu lesen,

entsteht echte Sicherheit.


Für den Hund.

Und für uns. 🐾🤍


Wenn du dich in diesem Text wiedergefunden hast

und dein Hund vielleicht auch nicht in eine Schublade passt,

musst du damit nicht alleine bleiben.


Ich begleite Mensch-Hund-Teams individuell,

mit Blick auf Beziehung, Emotion und Alltag –

nicht auf Etiketten.


Denn echte Sicherheit entsteht dort,

wo Hunde gesehen und verstanden werden.


👉 Mit Herz und Pfote – gemeinsam wachsen.



 
 
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