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Warum auch kleine Hunde Training brauchen – Kleine Größe, große Persönlichkeit


Viele Halter denken: „Er ist ja so klein, da braucht er kein richtiges Training.“ Doch das ist ein Irrtum. Auch kleine Hunde haben große Bedürfnisse – körperlich, geistig und sozial. Training ist keine Frage der Größe, sondern der Lebensqualität.


In diesem Beitrag erfährst du, warum Training für kleine Hunde genauso wichtig ist wie für große, welche Herausforderungen es gibt und wie du deinen kleinen Begleiter sinnvoll fördern kannst.





1. Kleine Hunde – große Herausforderungen



Kleine Hunde wirken oft süß und harmlos, doch sie haben dieselben Instinkte, Bedürfnisse und Emotionen wie ihre großen Artgenossen. Viele kleine Hunde leiden unter fehlender Führung oder Überforderung, weil ihre Halter unbewusst zu viel Verantwortung abgeben.


Typische Probleme bei kleinen Hunden:


  • Übermäßiges Bellen oder Aufregen an der Leine

  • Unsicherheit in neuen Situationen

  • Angst vor fremden Menschen oder Hunden

  • Schlechte Leinenführigkeit („Ziehen darf er ja, ist ja klein“)

  • Fehlende Orientierung am Menschen



Training hilft, Sicherheit, Vertrauen und klare Kommunikation aufzubauen – die Grundlage für ein entspanntes Zusammenleben.





2. Training schafft Sicherheit – nicht nur Gehorsam



Kleine Hunde werden im Alltag oft „hochgehoben“, wenn sie Angst haben oder bellen. Das ist verständlich, aber langfristig kontraproduktiv.

Durch gezieltes Training lernen kleine Hunde, Situationen selbstbewusst und ruhig zu meistern.



Training stärkt:



  • Selbstvertrauen: Der Hund lernt, mit Herausforderungen umzugehen.

  • Soziale Kompetenz: Besseres Verhalten in Begegnungen mit anderen Hunden.

  • Orientierung: Der Hund achtet auf dich, statt sich selbst zu managen.



Praxis-Tipp: Lass deinen kleinen Hund regelmäßig neue Umgebungen erkunden – in sicherem Rahmen und mit klarer Führung. So wächst seine Sicherheit Schritt für Schritt.





3. Geistige Auslastung – auch kleine Köpfe wollen arbeiten



Kleine Hunde haben oft genauso viel Energie wie große, manchmal sogar mehr!

Regelmäßige geistige Auslastung durch Tricktraining, Nasenarbeit oder kleine Aufgaben hilft, Unruhe und Frust zu vermeiden.


Ideen für zu Hause und unterwegs:


  • Nasenarbeit: Leckerlis suchen lassen oder Futterspiele

  • Mini-Tricks: Pfote geben, Dreh dich, Target-Training

  • Aufmerksamkeitstraining: Blickkontakt halten, kleine Aufgaben auf Spaziergängen



Fazit: Körperliche Bewegung ist wichtig – aber mentale Beschäftigung ist der Schlüssel zu einem ausgeglichenen Hund.





4. Körpersprache und Grenzen verstehen



Viele kleine Hunde entwickeln Verhaltensauffälligkeiten, weil ihre Körpersprache übersehen oder falsch gedeutet wird.

Training hilft dir, deinen Hund zu verstehen und angemessen zu reagieren.


  • Ein kleiner Hund, der knurrt, sollte ernst genommen werden – nicht „niedlich“ gefunden.

  • Grenzen geben Orientierung und schaffen Sicherheit.

  • Durch ruhige, konsequente Kommunikation entsteht Vertrauen.



Praxis-Tipp: Beobachte die Körpersprache deines Hundes genau: Wie reagiert er auf Nähe, Geräusche oder andere Hunde? So erkennst du Stress frühzeitig.





5. Training stärkt Bindung und Vertrauen



Training bedeutet nicht Strenge, sondern gemeinsames Lernen.

Gerade bei kleinen Hunden ist Bindung der Schlüssel zu einem sicheren, harmonischen Alltag. Wenn dein Hund gelernt hat, dass er sich auf dich verlassen kann, bleibt er auch in schwierigen Situationen gelassen.


So stärkst du eure Bindung:


  • Regelmäßig kurze Trainingseinheiten (5–10 Minuten)

  • Positive Verstärkung statt Druck

  • Ruhige, klare Kommunikation

  • Gemeinsame Spaziergänge mit Mini-Übungen






Fazit – Kleine Hunde, große Verantwortung



Kleine Hunde brauchen genauso viel Training, Verständnis und Führung wie große. Mit positiver Verstärkung, klaren Strukturen und liebevoller Konsequenz werden auch Minihunde zu souveränen, ausgeglichenen Begleitern.


👉 In meiner Hundeschule Sarah Wilcke in Kempten (Allgäu) unterstütze ich dich dabei, deinen kleinen Hund mit Herz, Geduld und positiver Verstärkung zu fördern – für ein harmonisches Miteinander im Alltag.


 
 
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